Sehr gut besuchte Veranstaltung von Friedlinde Gurr-Hirsch MdL und der Lauffener Weingärtnergenossenschaft

Ich freue mich, dass sich der Ökopunktehandel in Baden-Württemberg bewährt. Damit führte die Landesregierung im Jahre 2011 vor ein System ein, um Eingriffe in die Natur und Landschaft durch ökologische Aufwertungsmaßnahmen sinnvoll zu kompensieren“, betonte die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch im Rahmen eines Informations- und Diskussionsabends mit dem dafür verantwortlichen Geschäftsführer der Flächenagentur Baden-Württemberg Bernhard Kübler. Bei dieser gemeinsamen Veranstaltung der Lauffener Weingärtner eG, des CDU-Stadtverbands Lauffen und der ehemaligen Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum standen insbesondere die Potentiale der Ökopunktegenerierung und die Vorteile des Ökopunktehandels im Mittelpunkt. Die Resonanz war enorm. Neben dem Mitveranstalter und neuen Geschäftsführer der Lauffener Weingärtner eG Marian Kopp, dem Lauffener CDU-Vorsitzenden Frank Braun, Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger und zahlreichen Gemeinderäten interessierten sich mehr als 80 Gäste für die in Baden-Württemberg seit mittlerweile fast vier Jahren existierende Ökopunkteregelungen.

Das Ökokonto ist grundsätzlich ein Sparbuch für Naturschutzmaßnahmen. Das heißt, dass zunächst freiwillige ökologische Maßnahmen auf Vorrat umgesetzt werden. Dafür werden von der Naturschutzbehörde Ökopunkte zugeteilt, die später zur Kompensation für Eingriffe in die Natur vom Ökopunktegenerierer entweder selbst verwendet oder verkauft werden können. Die dafür notwendige Handelsplattform für Anbieter und Nachfrager stellt die Flächenagentur Baden-Württemberg zur Verfügung. „Dadurch können die Kompensationsverpflichtungen von verschiedenen Landschaftseingreifern sinnvoll gebündelt und in naturschutzfachlich geeignete Räume gelenkt werden. Durch eine frühzeitige Abstimmung und die Einbindung aller Beteiligten lassen sich Landnutzungskonflikte minimieren“, hob Bernhard Kübler in seinem Vortrag hervor. „Darüber hinaus kann der zunehmende Verbrauch an landwirtschaftlich nutzbaren Flächen verringert werden, wenn gesetzlich vorgeschriebene Ausgleichsmaßnahmen für Flächenversiegelungen nicht durch Naturschutzprojekte auf fruchtbaren Ackerböden umgesetzt werden, sondern beispielsweise durch die Ökopunktegenerierung in See- und Moorgebieten“, ergänzte Friedlinde Gurr-Hirsch. Aufgrund unseres starken Bevölkerungswachstums und der hervorragenden wirtschaftlichen Entwicklung habe sich die Ackerfläche in Baden-Württemberg zur Sorge vieler Landwirte in den letzten Jahrzehnten deutlich reduziert. „Hier muss gegengesteuert werden, wozu auch der Ökopunktehandel beiträgt“, konstatierte die CDU-Politikerin.

Bislang gelungene Praxisbeispiele für Ökopunktemaßnahmen sind die Instandsetzung von Streuobstwiesen, die Sanierung von Weinbergmauern oder die Aufwertung eines Moores. „Dies sind Projekte, von denen die kompensationspflichtige Landesstraßenverwaltung Baden-Württemberg, nach Ausgleichsflächen suchende Kommunen, die Landwirte vor Ort, die keine Flächen zur Verfügung stellen mussten, und die für ihre Naturschutzmaßnahmen entsprechend gut bezahlten Eigentümer der Flächen profitierten“, so Kübler. Der Geschäftsführer der Flächenagentur Baden-Württemberg forderte die Landespolitik dazu auf, zukünftig stärker als bisher dafür zu werben, dass sich mehr Landwirte an Ökopunktemaßnahmen beteiligen. Dafür müssen seiner Meinung nach insbesondere klare Regelungen zur Dauer der Naturschutzmaßnahmen festgeschrieben werden. „Während das Land Bayern hier schon weiter ist und 30 Jahre vorgibt, erfolgt dies in Baden-Württemberg durch Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde, was Unsicherheiten und Willkür Vorschub leistet“, betonte Bernhard Kübler.

 
 
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