Gut besuchte Sonderführung mit Friedlinde Gurr-Hirsch in Lauffen

Demensch – Menschen mit Demenz brauchen unsere ganze Phantasie“

Anlass zu der Diskussionsveranstaltung um das vielschichtige Thema Altersdemenz war die aktuelle Ausstellung im Hölderlinmuseum Lauffen mit den humorvollen Cartoons von Peter Gaymann. Museumsleiter Volker Friebel öffnete gerne wieder einmal die Pforten für eine Sonderführung, und hieß die Besucher um Friedlinde Gurr-Hirsch herzlich willkommen. Er erklärte, dass der Künstler Peter Gaymann es sehr gut verstand, durch seine treffenden Zeichnungen die Veränderungen für Betroffenen und Angehörige aufzuzeigen. Dass man dabei auch schmunzeln konnte, machte den Einstieg in das ernste Thema einfacher. Altersdemenz sei eine sehr vielschichtige Erkrankung, die sich sehr unterschiedlich bei den Betroffenen zeige, so Friedlinde Gurr-Hirsch bei ihrer Begrüßung. Sie lobte die Stadt Lauffen für die großartige Veranstaltungsreihe von der Prävention für demenzielle Erkrankungen bis hin zum Umgang mit Betroffenen und deren Angehörigen. Die Erfahrung habe gezeigt, dass vor allem soziale Kontakte und liebevolle Begegnungen für die Erkrankten wichtig seien. Diese positive Wirkung wurde von vielen Besuchern bei der Diskussion zu alternativen Wohnformen im Alter bestätigt. Der Kooperationspartner der Ausstellung „Lindenhof e.V.“, engagiert vertreten durch den Vorsitzenden Ulrich Kammerer und die Ideengeberin Tanja Bayer, stellten den Verein als Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz vor. Beide berichteten von den positiven Erfahrungen und auch manchen Hürden, die überwunden wurden, bis das Projekt in Lauffen im Sommer letzten Jahres starten konnte. Im Lindenhof leben acht Menschen mit Demenz in einer Wohngemeinschaft, die von deren Angehörigen getragen wird. „Der Gesetzgeber hat mit der Einführung des Wohn- Teilhabe und Pflegegesetztes (WTPG) vor knapp drei Jahren die rechtlichen Grundlagen für solche neuen Wohnformen geschaffen“, informierte Friedlinde Gurr-Hirsch. Die sich anschließende Diskussion wurde durch interessante Beiträge von Angehörigen Demenzkranker, im Pflegedienst arbeitenden Menschen und auch Kommunalpolitiker und Architekten vielseitig bereichert. 

 
 
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